Berufsunfähigkeit: Was tun?

Erst ausgebrannt - dann berufsunfähig. Berufsunfähigkeit: Was tun? Das ist keine Seltenheit. Foto: DAK
Erst ausgebrannt - dann berufsunfähig. Berufsunfähigkeit: Was tun? Das ist keine Seltenheit. Foto: DAK

Der schlimmste Fall im Berufsleben ist oftmals nicht die Arbeitslosigkeit, sondern wenn man wegen eines Unfalles oder, was weit aus öfter vorkommt, wegen Krankheit nicht mehr vollständig in seinen Beruf arbeiten kann. Der Status von berufsfähig verändert sich nun in berufsunfähig ohne Einkommen. Die Berufsunfähigkeit kann jeden treffen, sowohl Berufe die mit körperlicher Kraft ausgeübt werden, als auch Berufe die mit den geistigen Fähigkeiten ausgeübt werden. Tritt der Ernstfall einmal auf, kann von Staat kaum Hilfe erwarten. Hier hilft nur noch die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Gründe für die Berufsunfähigkeit

Gründe für die Berufsunfähigkeit gibt es viele. Es treten vor allem körperliche Gründe wie Rheuma, Krebs oder Herz-Kreislauf-Störungen auf, doch die Anzahl derjenigen, die an einem Nervenleiden dauerhaft erkrankt sind oder an psychisch Krankheiten leiden und den Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben können, wächst stetig.

Risikogruppen: Bau und Pflege

Es gibt natürlich auch Risikogruppen, dies sind vor allem psychisch bedingte Erkrankungen, hier ist die Zuwachsrate am höchsten. Die Gruppe der unter 40-Jährigen ist am stärksten betroffen. Bei Arbeitskräften in der Bauindustrie oder in den Pflegeberufen spielt die körperliche Anstrengung eine große Rolle. Hier führen oft Muskel- oder Skeletterkrankungen zum Ausstieg aus dem Berufsleben. Doch dennoch wird das Risiko eine Berufsunfähigkeit weiter unterschätzt. Bei stark körperlich ausgerichteten Berufen ist das Risiko deutlich erkennbar. Zu diesen Berufen gehören vor allem Bauarbeiter und Dachdecker, Stahlarbeiter oder auf der Feuerwehrmann. Dennoch sollte auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Erkrankung an psychischen Störung in annähernd jeder Berufsgruppe auftritt.

Unfälle nur selten der Grund

Oft spielen Unfälle, die zur Berufsunfähigkeit führen, nur eine kleine Rolle. Laut dem Verband der deutschen Rentenversicherung ist der Anteil der Verunfallten nur bei etwa 10 Prozent. Dies soll nur verdeutlichen, dass eine Unfallversicherung, als Vorsorge unzureichend ist. Nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet einen vollen Schutz und sichert die finanzielle Eigenständigkeit. Landläufig ist die Meinung, dass Arbeitnehmer durch den Staat versorgt sind. Dem ist aber nicht so. Der Staat hat die Hilfe bei Berufsunfähigkeit drastisch reduziert und bietet nur noch eine sehr geringe Unterstützung an. Auch im Fall der Invalidität kann der Staat den Betreffenden nur ungenügend unterstützen. Auch wenn hier der finanziell beste Fall eintritt, d.h. der Betroffene bekommt unter Anrechnung der vollen Bezüge die staatliche Erwerbsminderungsrente, ist dies oft nur ein Drittel des vorherigen Bruttolohns.

Private Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher unentbehrlich. Bei der Wahl der richtigen Versicherung sollte darauf geachtet werden, dass sie im Ernstfall genügend Leistungen erbringen wird und man rundum abgesichert ist. Im Vorfeld sollte ausreichende Informationen zu den Versicherungen oder Leistungen eingeholt oder ein unabhängiger Experte dazu geholt werden.

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Nachdenkliches zu "Aktiv im Beruf"

Den Schulabschluss in der Tasche, aber was nun? Was ist der ideale Beruf für mich? Irgendwann steht jeder junger Mensch vor der Wahl des Berufes. Einfach ist es nicht, den für sich passenden Berufsweg zu finden. Wo liegen die Stärken und Schwächen, was macht Spaß? Schon bei der Berufswahl sollte man darauf achten, einen für sich idealen Beruf zu wählen. Dabei wollen Eigenschaften und Interessen, die für einen selbst wichtig sind, berücksichtigt werden. Später gilt es sich permanent weiterzubilden und gesund und erfolgreich im Beruf zu sein.

Wunschberuf gesucht und gefunden

Ist der Wunschberuf einmal gefunden, kann es losgehen. Mit Eifer und Fleiß werden alle Aufgaben erledigt. Schließlich will man ja seinen Beruf so gut wie möglich ausfüllen. Doch nach einiger Zeit kommen häufiger Fragen auf. Warum übe ich genau diesen Beruf aus? Zum einen sicher zum Geld zu verdienen. Das tägliche Leben sollte finanzierbar sein. Auch die Bedürfnisse an Erholungs- und Freizeitaktivitäten wollen abgegolten werden. Doch hilft das ganze Geld nicht, wenn die Freude am täglichen Streben verloren geht. Wenn man morgens keine Lust mehr hat aufzustehen oder sich mit Widerwillen an die Arbeit macht. Der Job sollte nicht krank machen.

Die Arbeit leicht nehmen

Es gibt viele Dinge, die das Berufsleben erleichtern. Einige viele Menschen haben tägliche Rituale, um sich auf den Arbeitstag einzustimmen. Manche gehen gerne noch eine Stunde vorher laufen, um die Energie für den Tag zu tanken. Andere hören Musik und genießen eine Tasse Kaffee oder halten einen kleinen Plausch mit den Kollegen vor Dienstbeginn. In China weit verbreitet ist die alltägliche morgendliche Sportstunde, an der jeder Angestellte teilnimmt oder es werden Lieder gesungen. Schon ist der Geist geweckt und für den Tag fit gemacht. Immer mehr Deutsche entscheiden sich auch für eine ehrenamtliche Tätigkeit. Das macht zufrieden und glücklich.

Endlich Feierabend

Auch nach getaner Arbeit kann man sich erholen. Feierabend, die Tür schließt und der Arbeitsstress bleibt dort bis morgen. Man sollte die täglichen Berufsbelastungen nicht mit nach Hause nehmen. Denn es gibt auch noch ein Privatleben. Auch wenn man denkt, das Vorgesetzte alles so einfach haben, irrt man doch oft. Warum sollte es einen Manager oder Chef nicht auch schwer fallen,  den täglichen Arbeitsabläufen standzuhalten. Oder geht es denen besser? Auch sie haben Pflichten und tragen meist weitaus mehr Verantwortung für ihr Tun und Handeln. Sie müssen leiten, koordinieren und prüfen, verhandeln und die bestmöglichen Vorraussetzungen für den Arbeitsplatz der Angestellten schaffen. Einfacher ist dies nicht. Vielleicht auch sogar auch schwieriger, meist nehmen Vorgesetzte einen Großteil der Arbeit mit nach Hause um diese dort zu Ende zu führen. Da kann des öfteren die Erholung auf der Stecke bleiben. Ein gesunder Rücken ist sehr wichtig. Auch Allergien im Beruf nehmen zu. Nicht selten führen die Belastungen zu Berufsunfähigkeit. Was Sie dann tun sollten, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Und was ist mit den Selbständigen?

Ebenso ergeht es den Selbständigen. Diese streben Tag für Tag nach Aufträgen und Leistungen, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Sie haben viele Kosten zu tragen, die ein Angestellter nicht oder nur in Anteilen zu zahlen hat. Auch bei wirtschaftlich schlechter Lage müssen diese dafür sorgen, dass ausreichend Arbeit vorhanden ist, um das Einkommen zu sichern. Ist eine Selbstständigkeit also ein Risiko? Für alle ausgeführten Tätigkeiten haften diese alleine. Auf der anderen Seite genießen Selbständige viele Freiheiten, haben keinen nörgelden Chef und können ihren Job aktiv gestalten.

Dann doch lieber angestellt?

Angestellter sein, hat so seine Vorteile. Die Aufgaben sind klar definiert und in der Regel so konzipiert, dass sie zu schaffen sind. Kein Vorgesetzter wird Aufgaben stellen, die unlösbar sind. Manchmal ist es erforderlich, Überstunden zu leisten, aber diese werden in der Regel auch vergolten.